Zum zweiten Mal hatte das Kollegium der Saarnbergschule eine Projektwoche mit dem Leverkusener „Bildungsunternehmen Zirkus Zappzarap“ in Angriff genommen. Mit Hilfe zahlreicher Sponsoren, einer Fundraising-Aktion, Kartenverkauf und viel Eigenleistung von Kollegium, OGS und Eltern wurde das Projekt in die Tat umgesetzt.

Der Zirkus Zappzarap hatte mit Hilfe vieler tatkräftiger Eltern am Sonntag, den 26.6.16 ein imposantes Kuppelzelt neben dem Sportplatz an der Mintarder Straße hochgezogen.

Von Montag bis Freitag dauerten die intensiven Proben in allerlei Zirkusgenres, denen sich die Kinder zugeordnet hatten. Eröffnet wurde unsere Projektwoche mit einer –fast – bühnenreifen Vorführung der Lehrerinnen und Herrn Kroker sowie einiger Eltern, die alle Kinder begeisterte und anregte, ab nun für eine eigene Show zu trainieren.

Die Lehrer und am Training beteiligten Eltern konnten nur staunen, wie begeistert sich die Kinder an die artistischen Herausforderungen heran wagten und von Tag zu Tag rasante Fortschritte in der Beherrschung des selbstgewählten Metiers machten. Ein enormer Teamgeist entwickelte sich spürbar innerhalb der Gruppen und darüber hinaus. Der große Einsatz an finanzieller und personeller  Kraft sollte sich im wahrsten Sinn des Wortes bezahlt machen: Ein starkes Gemeinschaftsgefühl entwickelte sich zwischen Schülern, Lehrerinnen, OGS-Betreuer und –Betreuerinnen und engagierte Eltern.

Am Freitag dann wurde es zum ersten Mal ernst: Die Generalprobe vor geladenen Kindergärten und Großeltern der Schüler war die „Nagelprobe“ für die beiden Shows am Samstag. Nicht wenige Kinder und Trainer hatten Herzklopfen und feuchte Hände vor den Auftritten. Als aber der Schlussapplaus aufbrauste, fiel alle Anspannung von uns ab und wir konnten eine ruhige Nacht vor den großen Aufführungen verbringen.

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der „echten Zirkusvorführungen“ mit allem Zipp und Zappzarap. Die Eintrittskarten für die knapp über 300 Sitzplätze des Zeltrunds waren restlos für beide Shows ausverkauft  und der Popcorn- und Getränkeverkauf in den Pausen lief hervorragend.

In den Shows zeigten die Kinder ,welch erstaunliche Dinge sie in diesen paar Tagen gelernt hatten. Ein Feuerwerk an Zirkusnummern wurde gestartet und mit tosendem Applaus bedacht. Boden-, Leiter- und Trapezakrobatik, Kugel- und Rollbrettartistik, Zauberei, Rope -Skipping ,Clownerie, Feuerartistik, Fakirauftritte ,Seiltanz, Schwarzlicht-Poi-Vorführung ,Jonglagen, und eine Hoolahoop-Nummer wurden von unserem Teamer Christian, einem professionellen Artisten, hoch gelobt. Wir scheinen im Ranking seiner bisherigen über 10-jährigen Erfahrung mit Schulzirkusprojektwochen unter den Top-Ten gelandet zu sein. Bravo für alle Beteiligten! Als Anerkennung der Leistung und Disziplin der Kinder zeigte er eine imponierende Feuer-Jonglage. Selten sahen wir so viele Kindermünder gleichzeitig offen stehen! Untermalt von echter Zirkusmusik und in wechselndes Bühnenlicht getaucht entstanden wirklich“ bezaubernde“ Momente in den Shows.

Herr Kroker, unser Rektor, begrüßte und verabschiedete als „Zirkusdirektor“ unsere ca.950 Zuschauer in einer Generalprobe und 2 Shows.

Während der Woche wurden die Lehrerinnen Zeuginnen „pädagogischer“ Sternstunden: Es  entwickelten sich keine nennenswerten Konflikte zwischen den über 190 Kindern. Alle gingen rücksichtsvoll, geduldig und ohne Rivalitäten in den Proben und außerhalb miteinander um. Und wenn schließlich eigentlich zurückhaltende, schüchterne Kinder mit lauter Stimme vor Publikum Programmpunkte ankündigen, dann heißt das etwas! Für solche „Entwicklungsschübe“ allein hat sich diese Projektwoche gelohnt.

Nachdem der letzte Vorhang gefallen war, überfiel viele Beteiligte sogar eine leicht euphorische Stimmung. Ganz großen Dank und einen nochmaligen Applaus für alle Mitwirkenden und die Teamer des „Zirkus Zappzarap“ für dieses großartige Erlebnis! Selbstmachen ist doch etwas ganz anderes als nur zusehen oder im Internet agieren!!

Der gemeinschaftliche Abbau des Zeltes klappte anschließend wie am Schnürchen und während der Arbeiten wurde beim ein oder anderen der Wunsch nach einer Wiederholung in mittelfristiger Zukunft laut. Denn heißt es nicht: „Aller guten Dinge sind drei!“?